Was ist Nachhaltigkeit?

Der Wunsch mit der Natur in Harmonie zu leben?

Ja, das ist sicherlich eine gute Erklärung für den Begriff der Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit steht auch in Beziehung mit Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für all die armen Arbeiter, die für wenig oder gar kein Geld gezwungen sind, aus schädlichen Stoffen (die sie tagtäglich einatmen müssen) Klamotten herzustellen.

Doch wo lässt sich die Quelle der Nachhaltigkeit finden?

Seit dem Jahre 1970 wurden die Umweltkatastrophen immer häufiger und somit nahm die Problemwahrnehmung zu. „Der Wald stirbt“ war zum Beispiel ein Thema von Welt, worüber viel diskutiert und gestritten wurde. Es kam zu großen Demonstrationen und kritischeren Medienberichten und wissenschaftliche Studien erreichten die breite Öffentlichkeit.

Wenn wir uns die Entstehungsgeschichte der Nachhaltigkeit anschauen, finden wir schon im Jahre 1713 die erste Verwendung diesen Begriffs. ,,Nachhaltige Nutzung…“ in der Forstwirtschaft, von Carlowitz, führte zu einem Waldwachstum und einer max. Ernte.  Im Jahre 1972 kam dann das Club of Rome: „Die Grenzen des Wachstums“, deren Bericht vor einem ökologischen Kollaps warnte. Im Jahre 1972 kam es weiterhin auch zu einer Umweltkonferenz der Vereinten Nationen, Stockholm und somit zur Gründung von UNEP und nationalen Umweltministerien, sowie zu der Erwähnung von „Ecodevelopment“ (Entwicklung und Umwelt). Das heißt die Welt wurde immer darauf aufmerksam gemacht, dass man etwas machen müsse um die Natur zu schützen. Die erste „Nachhaltige Entwicklung“ im wissenschaftlich-politischen Kontext, gab es im Jahre 1980 bei der World Conservation Strategy.

Die Definition der nachhaltigen Entwicklung

Der Brundtland Bericht, der im Jahre 1987, mit dem Titel „Unsere gemeinsame Zukunft“ veröffentlicht wurde, liefert eine Definition, die wie folgt lautet:

,,Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Das ist die Definition, die bis heute weltweit als ethische Grundlage verwendet wird.

Drei wesentliche Foki sind hierbei hervorzuheben:

  • global
  • verknüpft Umwelt und Entwicklungsaspekte
  • Gerechtigkeit und die daraus resultierende Verantwortung

Der Begriff der ,,Nachhaltigkeit“:

Bezieht sich generell auf Kontinuität und essentielle Beziehungen zwischen:

  • heutigen Menschen (anthropozentrisch)
  • zukünftige Generationen (anthropozentrisch)
  • und außermenschlicher Natur (nicht – anthropozentrisch)

Zur Nachhaltigkeit gibt es auch ein 3 Säulen-Modell, das den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekt beinhaltet. Im Einzelnen:

  1. Sozial: Frieden, Gemeinwohl, Mitbestimmung, soziale Gerechtigkeit
  2. Ökologisch: Bewahrung der Natur, soviel nehmen wie sich regenerieren kann.
  3. Wirtschaftlich: Wirtschaften innerhalb der natürlichen Grenzen, Entkoppelung von Naturverbrauch und Wirtschaftswachstum.

All diese drei Dimensionen sind gleichberechtigt und bedingen sich gegenseitig. Die Nachhaltigkeit besteht, wenn alle drei Bereiche gleich stark berücksichtigt werden.

Die Nachhaltigkeit kann in 2 weitere Untereinheiten eingeteilt werden, welche die schwache Nachhaltigkeit und die starke Nachhaltigkeit sind.

  • Schwache Nachhaltigkeit: Erhaltung der Gesamtsumme von natürlichem + „menschengemachtem“
    Kapital
    • Mögliche Kompensierung von natürlichen Ressourcen (z.B.
    Technologie, Wohlstand)
    • Ansatz mit Wertschätzung von Wachstum und gleichwertiger
    Bedeutung von ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer
    Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Wohlstand
  • Starke Nachhaltigkeit: Jede einzelne Komponente soll erhalten bleiben
    • Natürliches Kapital ist nicht austauschbar
    • Ökologischer Ansatz mit Wachstumskritik

von Valeria und Nadja

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