Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt: Nachhaltigkeit im Keller der Uni

Ein Beitrag der Fahrradselbsthilfe-Werkstatt der Universität Konstanz

Ein bisschen versteckt, in den Kellern der Uni, auf E1, da liegt der Schrauberhimmel, die Rettung bei Platten und kleineren und größeren Radprojekten. Getragen und organisiert von einer Gruppe von ehrenamtlich arbeitenden Tutorinnen und Tutoren kann hier jede und jeder seinen Drahtesel kostenlos wieder flott machen. Es gibt Platz, Werkzeug, gute Musik und vor allem Hilfe zur Selbsthilfe durch die Schraubercrew. Besonders im Sommer herrscht hier munteres Treiben, es wird geschraubt, Altteile gesucht, ausprobiert, gemeinsam Lösungen gesucht und sich gewundert und begeistert über alte und neue Räder, konventionelle und unkonventionelle Lösungen. Hier treffen Fahrradfreaks und hilflose Pannenhaber aufeinander. Es rollen (meistens) viele Räder wieder hinaus, die davor reingeschoben wurden. – Ja, die Werkstatt will, dass mehr und vor allem sicherer Rad gefahren wird. Nachhaltige Mobilität also! Bremsen sollten bremsen beim Runterdüsen vom Giesberg und der ein oder andere Gang sollte auch funktionieren, wenn man morgens den Berg hoch strampelt. In einer Stadt wie Konstanz, wo sich alles in Radnähe befindet und die Busse zur Uni immer wieder überfüllt sind, ist ein Rad aus dem Studialltag meist nicht wegzudenken. Und so bietet die Selbsthilfe- Fahrradwerkstatt die Möglichkeit dieses auch ganzjährig zu nutzen, etwas zu lernen und nicht viel Geld für Reparaturen auszugeben. Die Hemmschwelle für nachhaltige Mobilität weg vom Auto wird somit verringert und es wird jeder und jedem ermöglicht diese zu nutzen! Und alle, die schon einmal ihr Rad (ganz) alleine repariert hat, wissen, wie schön das Gefühl ist, selbst verantwortlich für die gute Fahrqualität und -sicherheit zu sein.

Zusätzlich gibt es seit einigen Jahren nicht nur die Möglichkeit zum Reparieren sondern auch zum Ausleihen von unseren Unifahrrädern. Robuste Räder zum symbolischen Preis. Für FreundInnen, die kurz in der Stadt sind, für den Wochenendausflug auf die Reichenau oder die Herausforderung der Tour um den See.

Offen ist die Werkstatt meist Montag bis Freitag jeweils für einen Vorlesungsslot. Wer außerhalb davon rein will, kann TutorIn werden. Seit wann es die Werkstatt schon gibt, weiß keiner mehr so ganz genau. Lange auf jeden Fall, mehrere Langzeitstudienzeiten von ein paar PhysikerInnen. Anfänglich finanziert durch die Parkraumbewirtschaftungsmittel, wird die Werkstatt finanziell unterstützt vom AstA. Dadurch kann immer wieder neues Werkzeug gekauft werden und die Werkstatt ist so über die Jahre gewachsen und zu einer Fundgrube für alle Reparierbegeisterten, einem Schrauberhimmel und einer gelebten Nachhaltigkeit geworden!

Du möchtest vorbeikommen und selbst schrauben oder anderen beim Schrauben helfen? Dann schau‘ bei uns auf E1 oder auf bike.uni-konstanz.de vorbei!

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